Gerne versuchen die Atommaffia und ihre
Handlanger der Ahnungslosen Bevölkerung Märchen zu
erzählen.
„Atomstrom ist
billig.“
Nach der verhältnismäßig kurzen Lebensdauer eines
Atomkraftwerkes muss dieser „zurückgebaut“ werden, wie der
Abriss genannt wird. Dabei ist die Bezeichnung „Rückbau“
aber schon passend, denn man kann nicht einfach mit der
Abrissbirne an so ein Kraftwerk herangehen. Schließlich
handelt es sich bei den Bausubstanzen um mehr oder minder
verstrahlten Atommülls, der in Fässer verpackt zwischen-,
bzw. endgelagert werden muss. Dieser Rückbau wird letztlich
vom Steuerzahler finanziert, denn die Energiekonzerne
können jedes Jahr Millionenbeträge von ihrer Steuerschuld
für den Rückbau der AKWs absetzen.
Auch die Wiederaufarbeitung von abgebrannten Brennelementen
kostet fast das Doppelte dessen was sie einbringt, ganz zu
schweigen von dem Polizeiaufgebot zur Sicherung der
ungeliebten Castor-Transporte. Die Kosten hierfür werden
ebenfalls vom Steuerzahler getragen.
Wer die Kosten für die Zwischen- und Endlagerung des
ständig anwachsenden Atommülls für die nächsten
Jahrtausende zu tragen hat, brauche ich hier nicht weiter
zu erwähnen.
Es gibt bis heute noch keine ausreichende
Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke (siehe
Atomhaftpflicht.de). Dazu Prof. Olav Hohmeyer von der
Universität Flensburg: “Es bleibt immer ein restliches
Risiko, besonders groß im Bereich des menschlichen
Versagens, dass der Mensch nicht so handelt, wie es in
den technischen Modellen unterstellt wird. In diesen
Bereichen heißt es zum Beispiel, dass es in Kauf
genommen wird, dass wir im Schnitt von circa 30.000
Betriebsjahren, Reaktorbetriebsjahren, einen großen
Unfall vom Tschernobyltyp haben. Wenn Sie 1000 Reaktoren
weltweit hätten, heißt das alle 30 Jahre einen solchen
Unfall.“
Eine Studie, noch im Auftrag der Regierung Kohl erstellt,
rechnet vor, was die Versicherungswirtschaft tatsächlich
berechnen müsste: „...müsste sie eine Versicherungsprämie
erheben, die bei der Umlage auf den Strompreis eine Mark
(ca. 51 Ct.) pro Kilowattstunde ergeben würde.“ Mit diesem
Preis aber wäre die Atomkraft wirtschaftlich tot.

„Atomstrom ist sicher.“
Ein Teil der
deutschen Atomkraftwerke st bis heute nicht gegen
Flugzeugabstürze, Erdbeben und Sabotage gesichert. Alleine
in Biblis gibt es alle paar Tage einen „normalen“ Störfall,
d.h. geringfügige technische Pannen. In jedem Atomkraftwerk
arbeiten Menschen - und Menschen machen Fehler. Was
passiert, wenn menschliches und technisches Versagen
zusammenkommen, hat die Katastrophe von Tschernobyl mehr
als deutlich gezeigt. Tausende von Menschen sind erkrankt
oder bereits gestorben. Ganze Landstriche sind auf
unabsehbare Zeit so verseucht, dass kein Mensch sie mehr
betreten kann. Man stelle sich die Folge eines ähnlichen
Gaus im dicht besiedelten Mitteleuropa vor.

„Atomstrom ist sauber, weil der
CO2-Ausstoß vermieden wird.“
Besonders
beliebte Floskel und eine der größten Lügen der
Atomlobby. Atomstrom ist nicht
CO2-frei! Grund ist
die vorgelagerte Prozesskette vom Abbau und der
Anreicherung des Urans, der Konditionierung, der
Brennelementefertigung, der Transporte, usw.. Auch die
spätere Wiederaufbereitung verschlingt massenweise Energie.
So muss jeder Kilowattstunde Atomstrom bis zu 160 Gramm CO2
hinzugerechnet werden.
Glaubt man der Atomindustrie, werden durch den Einsatz der
Atomenergie in Deutschland angeblich 150 Millionen Tonnen
CO2 im Jahr eingespart. Diese Aussagen beruhen aber nur auf
theoretischen Berechnungen, in die falsche annahmen
eingehen. Die Atomlobby unterstellt nämlich, dass die
laufenden AKWs durch Stein- oder Braunkohlekraftwerke mit
den heutigen Wirkungsgraden (ca. 35%) ersetzt werden.
Und der Atommüll? Sowohl beim Betrieb von Atomkraftwerken,
als auch bei der Wiederaufarbeitung bleiben feste und
flüssige Materialien übrig, von denen noch tausende von
Jahren hochradioaktive Strahlung ausgehen wird. Da eine
sichere Lagerung dieser Stoffe aber nicht einmal für die
nächsten Jahrhunderte gesichert ist, werden sie in niedrig
strahlenden Transportzügen kreuz und quer durch Deutschland
gefahren.
Wird fortgesetzt...
Atomausstieg fängt klein an. Auch Du kannst damit sofort
anfangen:

